Mariano García Calatayud
Freiwilliger, spanischer Bürger

Mariano García Calatayud wurde am 19.März 2022 in Cherson von russischen Besatzern entführt. Er lebte seit 2014 in der Ukraine und war ein engagierter Freiwilliger und verteilte Essen und Verbrauchsgüter in der s.g. „Grauzone“. Er besuchte offen pro-ukrainische Kundgebungen, stand oft in der ersten Reihe und war ein starker Unterstützer der Menschen in Cherson. Er wurde vor den Toren seines Hauses von zwei nicht identifizierbaren Männern in ziviler Kleidung und Hauben entführt. Sie schlugen ihn in den Bauch und zwangen ihn in ein dunkelblaues Auto ohne Nummernschild – Fahrzeug, das laut der lokalen Bevölkerung für den Transport entführter Zivilist*innen benutzt wurde.
Madrid hat den Fall von Mariano an Moskau weitergeleitet, doch Russland bestreitet nach wie vor, dass der Mann je inhaftiert wäre. Laut Menschenrechtsaktivist*innen wurde Mariano anfänglich in einem Untersuchungsgefängnis in Simferopol gehalten. Inoffiziellen Berichten zufolge befindet er sich aktuell im Untersuchungsgefängnis Nr. 1 im Gebiet Rostow.
Cristobal Schmal
Kommentar des Künstlers:
„Ich finde es interessant, die Freiwilligen und Zivilist*innen, die die Gesellschaft schützen, und die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, allgemein darzustellen. Eine Art Hommage an die Leute, die vor Ort helfen. Ich dachte an ein Bild, das einen Zivilisten als Festung zeigt, die gleichzeitig schützt und Hoffnung gibt. Ich mag die Idee, eine hoffnungsvolle und positive Botschaft zu vermitteln.“
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