Ihor Kolykhaiev
Bürgermeister

Nach der umfassenden Invasion und Besetzung von Cherson entschied sich Ihor Kolykhaiev, nicht von seinem Amt als Bürgermeister zurückzutreten. Am 28.Juni 2022 wurde er von russischen Streitkräften entführt. Seitdem ist es seiner Familie unmöglich, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Laut Zivilist*innen, die aus der Gefangenschaft entlassen wurden, wurde Ihor zunächst in Cherson festgehalten, dann nach Hola Prystan und später nach Kalantschak abtransportiert. Den neusten Berichten zufolge wird er in Tschaplynka gefangen gehalten.
Mitgefangene, die ihn gesehen haben, beschreiben seinen Gesundheitszustand als sehr schlecht: Er ist krank, gebrechlich, dünn und erschöpft. Er verweigert Essen und anderen ist es verboten, Essen mit ihm zu teilen. Ihors Entführer lassen ihm auch warme Kleidung und Medikamente nicht geben.
Olena Staranchuk
Kommentar der Künstlerin:
„Die Illustration symbolisiert ukrainische Zivilist*innen, die von russischen Streitkräften illegal festgehalten werden. Die roten Fäden, mit denen die Figur gefesselt ist, stehen für Druck, Freiheitsbeschränkungen und Schmerz. Trotz Folter, schrecklicher Haftbedingungen, dem Mangel an angemessener medizinischer Versorgung und Nahrung, bleiben diese Menschen in ihrem Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit standhaft.“
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Die Ausstellung, die überall präsentiert werden kann
Unser Projekt ist nicht nur online verfügbar. Wir führten ein neues Format von Self-hosted Exhibition ein, wo man ein druckfertiges Paket herunterladen kann, um diese Ausstellung in Ihrer Heimatstadt, an der Uni, in einer Galerie oder so einfach im Café zu organisieren.
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Sollten Sie Künstler/in, Illustrator/in oder bildende/r Künstler/in sein sowie die Freiheit, Würde und Menschenrechte zu schätzen wissen, schicken Sie uns eine Ihrer Arbeiten zu, die dem Thema illegaler Inhaftierung von Zivilist*innen gewidmet ist.
Und wir stellen sie in der digitalen Galerie vor, damit eine weitere Stimme zu hören sei.
Lernen Sie die Geschichten ukrainischer Zivilist*innen in russischer Gefangenschaft kennen — diese können Sie als Motiv Ihres zukünftigen Kunststücks nutzen.
Das Projekt wird mit Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung, Büro Kiew – Ukraine, umgesetzt.





